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Projekt "Zwei Stühle" in Hamburg

Wie begegnen Menschen der Kirche im Alltag? Das will Gemeindereferentin Ursula Ros aus Hamburg mit ihrem Projekt „2 Stühle“ herausfinden. Für das Projekt brauche es nicht viel, erklärt sie. Mit zwei Stühlen, einem Schild und einem kleinen Wagen ist sie in Hamburg unterwegs und sucht sich immer wieder neue Orte, an denen sie Menschen zum Gespräch einlädt.

Sie falle auf mit ihrem Gewand, fühle sich aber nicht angestarrt, sagt Ursula Ros. „Manchmal warte ich länger bis sich jemand traut, mich anzusprechen. Einmal habe ich noch gar nicht aufgebaut, da hat mich schon der erste angesprochen. Das ist unterschiedlich.“

Entstanden ist das Projekt aus zwei Gründen. Erstens müsse Kirche aus ihren Mauern und für Menschen da sein, sagt Ursula Ros. Der zweite Grund ist das Buch „Wenn nichts fehlt, wo Gott fehlt“ Jan Loffeld. In dem Buch geht es darum, dass den Menschen Religion immer egal wird. „Das macht was mit einem als Gemeindereferentin“, so Ros. Ihr Ziel: Die Indifferenz auf die Probe stellen und Menschen direkt im Alltag mit Religion konfrontieren.

Das Projekt wurde vom Innovationsfonds des Erzbistums Hamburg gefördert. Mit der finanziellen Unterstützung hat Ursula Ros einen Rollwagen für den Transport, zwei Stühle und ein Ruhelicht gekauft. „Das Licht bedeutet mir viel, es leuchtet während des Projekts durchgehend, da es als Grablicht konzipiert ist“, sagt Ursula Ros.


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