Der Innovationsfonds für pastorale Projekte des Erzbistums Hamburg erfreut sich weiterhin großer Resonanz. Zum Stichtag 31. Januar 2025 wurden insgesamt 15 Projektanträge mit einer beantragten Fördersumme von rund 260.000 Euro eingereicht. Dem Vergabeausschuss standen aus dem Fonds 160.000 Euro zur Verfügung, sodass eine sorgfältige Beratung, intensive Abwägung und ausführliche Diskussion notwendig waren, um eine Entscheidung zu treffen. Die Vergabe erfolgte nach einer Abstimmung des Gremiums.
Die eingereichten Projekte stammen aus allen Teilen des Erzbistums, darunter Pfarreien, Verbände und diesmal auch das Kloster Nütschau. Ziel des Innovationsfonds ist es, neue, kreative und zukunftsweisende pastorale Initiativen zu unterstützen, die das kirchliche Leben bereichern und nachhaltige Impulse setzen. Besonders erfreulich ist, dass zwei der geförderten Projekte als Folgeanträge für bereits erfolgreich umgesetzte Initiativen eingereicht wurden – ein Zeichen für die Nachhaltigkeit und Wirksamkeit des Fonds.
Drei herausragende Projekte, die eine Förderung erhalten haben, sind:
- Caritasverband für das Erzbistum Hamburg e.V.: „Mit Gottes Schöpfung leben“ – Die Hobbithöhle Dieses Projekt erweitert den Spielplatz eines christlichen Kindergartens in Mecklenburg-Vorpommern um eine naturnahe „Hobbithöhle“. Der grüne Erdhügel wird nicht nur ein geschützter Rückzugsort für die Kinder, sondern auch ein Treffpunkt für die Dorfgemeinschaft. Die Verbindung von Natur, Spiritualität und Gemeinschaft macht die „Hobbithöhle“ zu einem lebendigen Ort der Schöpfungsverantwortung und christlichen Wertevermittlung. Das Projekt integriert ehrenamtliches Engagement und wird nachhaltig durch die Dorfgemeinschaft gepflegt.
- Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Kiel: „Das ist auch mein Zuhause!“ – Umgestaltung des Mutter-Kind-Hauses Vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Entwicklungen und gesetzlicher Änderungen wird das traditionelle „Mutter-Kind-Haus“ des SkF Kiel zu einem inklusiven „Eltern-Kind-Haus“ weiterentwickelt. Das Projekt reagiert auf die veränderte Familienstruktur und eröffnet auch Vätern sowie gleichgeschlechtlichen Paaren die Möglichkeit, in der Einrichtung Unterstützung zu finden. Neben einer konzeptionellen Neuausrichtung werden Öffentlichkeitsmaterialien überarbeitet, um die erweiterte Zielgruppe sichtbar anzusprechen.
- KjG Harrislee: „Mobile Jugendkirche“ – Moderne Technik für ein innovatives Glaubensangebot Die Katholische junge Gemeinde (KjG) in Harrislee plant den Ausbau einer „Mobilen Jugendkirche“. Ziel ist es, Gottesdienste und spirituelle Angebote flexibel an verschiedene Orte zu bringen – von Stränden bis zu Stadtplätzen. Um diese Vision umzusetzen, wird eine nachhaltige Licht- und Tontechnik angeschafft. Dadurch erhalten junge Menschen eine moderne und kreative Möglichkeit, Kirche neu zu erleben. Das Projekt stärkt zudem das ehrenamtliche Engagement, indem Jugendliche aktiv in die technische Umsetzung eingebunden werden.
Der Innovationsfonds des Erzbistums Hamburg setzt mit der Förderung dieser und weiterer Projekte ein starkes Zeichen für eine lebendige, menschennahe und kreative Kirche. Die ausgewählten Initiativen zeigen eindrucksvoll, wie pastorale Arbeit durch neue Ideen bereichert werden kann und wie Glaube auf innovative Weise in den Alltag integriert werden kann.